Austellungen im Rappaz Museum
ROLF RAPPAZ
Permanente Ausstellung – Permutation
Das künstlerische Schaffen von Rolf Rappaz ist durch den Konstruktivismus geprägt und weist eine grosse Affinität zu den Strömungen der amerikanischen Minimal und Conceptual Art auf. Der Werkkomplex besticht durch ein äusserst reduziertes Farben- und Formenvokabular, aus dem sich ein ungeahnter expressiver Reichtum entfaltet. Durch ästhetische Prozesse des Zergliederns, Vertauschens und Kombinierens lässt der Künstler aus geometrischen Grundformen in Einzel- und Wechselbildern, in Bildserien und in Plastiken eine Vielfalt an bildnerischen Konfigurationen entstehen. So wird im Verfahren der Permutation die Grundspannung von analytischer Berechnung und schöpferischer Inspiration sichtbar, die an jeder Kreativität beteiligt ist.
Armin Vogt
Wechselausstellungen 2012 – 2016
Kuratorin Ricarda Gerosa
ROLF RAPPAZ
Die Plakate 1945 – 1972
Ausstellung: 02.04 – 27.05.2012
ARMIN VOGT
Eine Art Bilanz. 50 Jahre visuelle Kommunikation
Ausstellung: 02.06 – 11.07.2012
MAGGIE BRUN
CORSIN FONTANA
MAX GRAULI
WERNER VON MUTZENBECHER
MAYA STANGE
GILBERT UEBERSAX
Der Schwarze Kreis
Ausstellung: 26.05 – 11.07.2013
OLGA & OLEG TATARINTSEV
Culture Scapes Moskau
Ausstellung: 03.11.2012 – 18.01.2013
MINIMUM MAXIMUM 4
Kriza / Crisis
Ausstellung: 27.10 – 07.12.2013
ROGER HUMBERT
Konkrete Fotografie
Ausstellung: 27.10 – 07.12.2013
ROLF RAPPAZ – JUBILÄUM
Ein Leben mit Kunst und Grafik, Basel 1914 – 1996
Ausstellung: 15.6 – 25.09.2014
HIROKAZU KOBAYASHI & HARUNA YAMADA
Culture Scapes Tokyo
Ausstellung: 19.10 – 07.12.2014
MAYA STANGE
Im Quadrat
Ausstellung: 26.04 – 10.06.2015
KRISTJÁN GUŌMUNDSSON
Culture Scape Island
Ausstellung: 18.10 – 25.11.2015
ROLF RAPPAZ – BARBARA ALTREGO
Ausstellung: 1001 – 25.02.2016
Wechselausstellungen 2016 – 2023
Kurator Armin Vogt
2016
UTE KÖNGETER
Transparenz im Dialog
Das konstruktive Werk von Ute Köngeter
(Auszug eines Katalog-Textes von Eugen Gomringer 2007)
Die Wandlung vom konkreten Kunstwerk der orthodoxen Regel zum konstruktiven Konzept, dem Begriff, der dem grundlegenden Band von Willy Rotzler, 1977, entstammt, hat tatsächlich der strengen Gestaltung neue Möglichkeiten zugänglich gemacht. Es erstaunt immer wieder, wie lebendig sich das Feld der konstruktiven Konzepte heute präsentiert, wie intuitiv mit bewährten Regeln, neuen Materialien, mit Formen und Farben und ihren Kombinationen aufgrund erweiterter Wahrnehmung und inhaltlichen Vorstellungen umgegangen bzw. von Regeln auch abgewichen wird. Es mögen solche Erfahrungen zwar auch vermehrt zu leichtsinnigen Lösungen führen, doch die künstlerische Produktion und ihre Rezeption sind sich im Grunde der Qualitätsmaßstäbe bewusst, die das konstruktive Konzept nun einmal bedingen, z.B. durch eine ungeschriebene Forderung nach professioneller Handwerklichkeit, wie sie das konkrete Kunstwerk in Form und Farbe stets aus altem Ethos heraus – sine qua non – nun einmal verstand. Ihr wird in den besten konstruktiven Konzepten ganz selbstverständlich nachgelebt.
Ausstellung: 02 September – 16 Oktober 2016
Einführung: Dr. Birgit Möckel, Kunsthistorikerin – Berlin
Fotos: Lea Orthofer
MAX GRAULI
Hier Dies Jetzt
Die Horizontale und die Vertikale – die beiden grundlegenden Elemente unserer Raumerfahrung – sind die zentralen Komponenten in Max Graulis (*1957) neusten Bildern. Er verzichtet auf raumillusionistische Formen wie die Diagonale oder übermalt sie bewusst, um ganz in der Fläche zu bleiben. Doch gerade dadurch überschreiten diese Bilder immer wieder ihre Zweidimensionalität. Die Linien und Farbfelder verbinden sich mit dem sie umgebenden Raum und erhalten eine Präsenz: hier dies jetzt! Das ist es das ganze Ziel – der ganze Sinn allen Seins.
Die Ausstellung präsentiert aktuelle Malerei, Zeichnungen und Druckgrafik.
Ausstellung: 18 November 2016 – 22 Januar 2017
Einführung: Eveline Schüep Kunsthistorikerin / Kunstvermittlerin
Fotos: Armin Vogt
2017
NIKLAUS TROXLER
Jazz-Plakate aus 50 Jahren Jazz in Willisau
„Ja, man müsste sich eigentlich fragen, ob Niklaus Troxler nebenbei die Plakate macht für die Konzerte, die er veranstaltet, oder ob er die Konzerte veranstaltet, um dafür die Plakate machen zu können.“
Dieter Bachmann
Ausstellung: 6. April – 28. Mai 2017
Während dem Offbeat Jazz-Festival Basel
Einführung: Urs Blindenbacher, Meinrad Buholzer, Niklaus Troxler
Jazzige Intermezzi: David Klein Trio
Fotos: Armin Vogt
GILBERT UEBERSAX
…und vernetzter Faden
Thema und Variation einer vernetzten Spur
Ausstellung: 30. Mai – 20. August 2017
Einführung: Michael Buseke, Schauspieler
Lesung: Gilbert Uebersax – Hölderlin: 8 Arbeiten zu den Fragmen von Friedrich Hölderlin
Fotos: Armin Vogt
SCHRIFT
Von der Keilschrift zur digitalen Schrift
Die Geschichte der Schrift, ihre historische und aktuelle Ausprägung und Anwendung in Design, Typografie und Alltag. Die Schrift als visuelle Sprache und als eines unserer bedeutendsten Kulturgüter, Kommunikationsmittel und Datenspeicher. Die Ausstellung ist didaktisch aufgebaut, richtet sich sowohl an ein allgemein interessiertes Publikum als auch an Fachkreise und Schulen, und setzt sich aus verschiedenen Themenbereichen zusammen: die geschichtliche Entwicklung der Schrift im Allgemeinen und unserer lateinischen Buch- und Kursivschrift im Besonderen. Von der Geschichte des Bleisatzes, des Buchdrucks, zur digitalen Schriftgestaltung für die Bildschirm-Medien wie Computer, Tablet und Handy. Schriftgestaltung heute, vom handwerklichen Entwurf zum digitalen Font.
Ausstellung: 1. September – 12. November 2017
Einführung: Armin Vogt, Christian Mengelt
Jazzige Intermezzi: Thomas Achermann Solo
Fotos: Armin Vogt
ELENA LUX-MARX
Farbe im Kopf
Das wirkliche Abenteuer Farbe spielt sich immer im Kopf der Betrachter ab. Das zu erfahren, lädt die Künstlerin mit neuen Bildern ein. Sie enthüllen dem schnellen Blick wenig von den eigenwilligen und unerwarteten Wirkungen von Farbe auf Farbe. Wer sich jedoch zu «ko-kreativem» Schauen verführen lässt, entdeckt wundervolle Farbdurchdringungen, wie Farben sich mit fremder Energie aufladen und Grautöne ihre Stimmungen wie Chamäleons wechseln.
Austellung: 24. November – 20. Januar 2018
Einführung: Elisabeth Grossmann
Fotos: Armin Vogt
2018
WERNER MERKOFER
Interferenzen
7 Jahre lang hat Werner Merkofer mit bildnerischen Mitteln nach dem Geheimnis der Himmelsscheibe von Nebra geforscht. Nun zeigt er Arbeiten, in welche die Erfahrungen dieser Suche eingeflossen sind. Im offenen Raum von gefundenen Ordnungen schafft er mittels linearer Strukturen und in geometrischen Grundformen gefasster Farbe Beziehungssysteme, welche das Nichtfassbare, Geheimnisvolle des Dazwischen im Bild erlebbar machen. Mit unzähligen transparenten Farbschichten, beschränkt auf die 3 Grundfarben gelb-rot-blau, wird eine Vielfalt des Lebendigen sichtbar. Im labilen Gleichgewicht zwischen Ordnungen und den dynamischen Prozessen des Nichtlinearen, zwischen Denken und Instinkt, Licht und Dunkel entstehen Bilder von magischer Anziehungskraft.
Ausstellung: 1. Februar – 31. März 2018
Einführung: Lucien Haug
Fotos: Werner Merkofer
JAZZ LP + CD COVER DESIGNS
Gestaltung ist visualisiertes Denken
Saul Bass
Ausstellung: 6. April – 27. Mai 2018
Einführung: Christian Mengelt, Designer
und Urs Blindenbacher, künstlerischer Leiter offbeat Jazz-Festival
Jazz manouche mit Guillaume Singer, Matthias Baldinger und Michael Chylewski
Fotos: Armin Vogt
STEFF GEISSBÜHLER
Graphic Design
Less is not always more, and more is often just more, or less.
Austellung: 06. Juli – 26. August 2018
Einführung: Fritz Gottschalk, Designer, Steff Geissbühler
Fotos: Armin Vogt
GIDO WIEDERKEHR
Die letzten 30 Jahre
Die Verknüpfung von Kunst und handwerklichem Können charakterisieren die aktuelle Ausstellung des Basler Malers Gido Wiederkehr. Das RappazMuseum präsentiert bis 20.1.2019 eine wunderbare Auswahl seiner meisterhaften konstruktivistischen Kunst. Häufig streng geometrisch, beseelt von einer geradezu lebensbejahenden Farbigkeit. Die strikten Formationen setzen sich unter dem Blick des Betrachters in scheinbare Bewegung. Bemerkenswert ist Wiederkehrs Spiel mit der Räumlichkeit, durch das wiederholt angewandte Prinzip des teils mehrfachen Übermalens entsteht zuweilen der Eindruck, der Künstler hätte eine dreidimensionale Bildstruktur flach auf zweidimensionale Leinwand gedrückt, die sich unter dem Blick der Betrachter in Räumliches zurückverwandelt. Ganz anders das vierteilige Grossformat am Eingang der Ausstellung: Ein ausgesprochen organisch geometrischer Gobelin des Space Age, ein geschlossenes vierflügeliges Tor zur Unendlichkeit, auf dessen Aussenfläche sich man verlieren kann; seine feinen weinroten Fäden auf dunkelblauem Grund, sich zur Bildmitte hin verdichtende Schraffuren und Stickereien erinnern an Luftaufnahmen von Dünenlandschaften oder an die von auslaufenden Wellen zurückgelassenen Muster, die wiederum fast unmerkliche Bewegung suggerieren.
Andere Werke leiten über von Makrokosmos zu Mikrokosmos, erinnern an den Blick durch das Okular eines Mikroskops auf lebendig wirkende Strukturen. Wieder andere lassen sich nur bewundern wie schöne Teppiche, wecken Assoziationen und lösen schlicht Freude, Ruhe, Zuversicht aus.
Udo Breger
Ausstellung: 02. November – 20. Januar 2018
Einführung: Simone Flüeler
Fotos: Armin Vogt
2019
ONORIO MANSUTTI
Kunstlicht – Lichtkunst
Als Mode- und Werbefotograf hat sich Onorio Mansutti international einen Namen gemacht. Vor 3 Jahren zeigte er in einer grossen Retrospektive Arbeiten der letzten 50 Jahre. Jetzt ist der Fotograf Mansutti in einer ganz anderen Rolle zu erleben – als Künstler.
Ab 1. Februar zeigt er im Rappaz Museum seine “Lettrografien” wie er sie selber nennt. Es sind Spielereien mit Fotos, Buchstaben/Zitaten und Licht.
“Lichtkunst-Kunstlicht” ist denn auch der Titel dieser Ausstellung.
“Ich liebe Zitate von Karl Valentin, Morgenstern, Karl Kraus usw. und will sie auf meine Art ins Bild setzten”.
Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit!
Karl Valentin
Ausstellung: 01. Februar – 28. Februar 2019
Einführung: Raphael Suter
Führung: Onorio Mansutti
Fotos: Armin Vogt
MARKUS GRUBER
Quadrat & Zwischenraum
Retrospektive über 30 Jahre fotografische Bilder
Die Ausstellung zeigt in drei Räumen drei Themen aus dem Gesamtwerk des Künstlers:
Wandmalerei Poesie – Irritation
Zwischenräume – Hebräische Schriftzeichen
Artefakte – Fehler
Irritation: ein Gefühl, das uns auf die Suche schickt, Zusammenhänge zu erkennen.
Fehler: ein Urteil, das unserem vermeintlichen Wissen entspringt, was richtig ist, und nach Korrektur verlangt.
Zwischenraum: Ein Ort des Alles und Nichts.
Markus Grubers Arbeit setzt sich mit diesen drei Themen bildnerisch und mit verschiedenen Techniken aus Fotografie, Collage und Reprofotografie auseinander.
Der Fotograf lebt und arbeitet in Basel. Er studierte an der Kunsthochschule Hannover. Als Fotograf arbeitete er am Institut für Rechtsmedizin, am Anatomischen Institut der Uni Basel und bis zu seiner Pensionierung am Museum der Kulturen. Seine künstlerischen Arbeiten stellte er in der Schweiz, Deutschland und Kanada aus.
Michele M. Salmony di Stefano
Ausstellung: 07. März – 07. April 2019
Einführung: Michèle M. Salmony di Stefano
Musik: David Klein Trio
Fotos: Armin Vogt
THE VISUAL VOICES OF JAZZ
Photographs:
Peewee Windmüller
Berhard Ley
Armin Vogt
Röné Bringold
In Kooperation mit offbeat
Jeder kann knipsen. Auch ein Automat. Aber nicht jeder kann beobachten. Photographieren ist nur insofern Kunst, als sich seiner die Kunst des Beobachtens bedient. Beobachten ist ein elementar dichterischer Vorgang. Auch die Wirklichkeit muss geformt werden, will man sie zum Sprechen bringen.
Friedrich Dürrenmatt
Ausstellung: 12. April -16. Juni 2019
MAGGIE BRUN
SUSANNE LYNER
SYLVIA GOESCHKE
Die heute zu eröffnende Ausstellung bringt drei künstlerische Positionen zusammen, die auf den ersten Blick nur wenig Verwandtschaft und Verbindung zu haben scheinen. Dennoch präsentieren sich hier im RappazMuseum 28 Arbeiten von Maggie Brun, Susanne Lyner und Sylvia Goeschke als ein Dreiklang der Bilder, der uns in keiner Weise disharmonisch begegnet.
Ausstellung: 21. Juni – 11. August 2019
Einführung: Dr. Tilo Richter
Führungen: Maggie Brun, Susanne Lyner und Sylvia Goeschke
Fotos: Armin Vogt
MORITZ ZWIMPER
Licht + Farbe
Warum gibt es Farben?
Eine didaktische Ausstellung zum Thema «Farbwarnehmung»
In drei Räumen werden von Moritz Zwimpfer die physikalischen, physiologischen und psychologischen Voraussetzungen für die Wahrnehmung von Licht und Farbe dargestellt. Über die Grenzen verschiedener Disziplinen hinweg vermittelt die Ausstellung mit vielen Fotos und grafischen Darstellungen einen leicht verständlichen Einblick in die komplexe Materie.
Lichtquellen und Ausbreitung des Lichts | Das Farbspektrum | Optik und Netzhaut des Auges | Farbe und Hell/Dunkel sehen | Farbige Nachbilder und Simultane Farbverschiebung | Pigmente und Farbstoffe | Farbmischungen | Farbordnung und Farbsysteme | Subjektive Farbwahrnehmung | Emotionale Farbwirkungen | Farbe als Symbol und Zeichen
Ausstellung: 16. August – 27. Oktober 2019
Einführung: Mathis Füssler
Führungen: Moritz Zwimpfer
Fotos:
ANDREAS CHRISTEN
1936 – 2006
«Die Basis meiner Intention als Künstler ist der Raum, der mich umgibt. Dieser ist unendlich und dem Objekt übergeordnet.»
Andreas Christen war ein bedeutender Schweizer Künstler und Designer. Während seines Studiums, 1956–1959 in der Versuchsklasse für Produktform an der Kunstgewerbeschule in Zürich, entstanden die ersten künstlerischen Arbeiten: gesprühte Acrylbilder auf Masonit. Bereits diese, der konkret-konstruktiven Formenwelt verwandten Bildtafeln, zeigen sein Interesse an Verfahren und Materialien aus der industriellen Produktion. Zu Beginn der 1960er-Jahre brach Christen mit Reliefs aus Polyester und Epoxy – später aus MDF-Platten – aus der zweidimensionalen Bildfläche in den Raum aus. Die Topografie präzise gesetzter Punkte strukturiert die weiss gespritzten Reliefs in sich stetig verändernde Licht- und Schatten-Zonen. Diese feine Abstufungen werden zu den eigentlichen Akteuren des Werkgeschehens. Sie gestalten die räumliche Ausdehnung der Kunstwerke und machen so grundlegende Bedingungen unserer Wahrnehmung erfahrbar.
Das Rappaz Museum Basel zeigt in Zusammenarbeit mit dem Nachlass Andreas Christen und der Annemarie Verna Galerie, Zürich, eine Auswahl von Werken aller wichtigen Schaffensphasen und ermöglicht so einen Einblick in Christens lebenslange Auseinandersetzung mit Raum und Licht.
Ausstellung: 08. November 2019 – 19. Januar 2020
2020
JEAN SCHEURER
Jean Scheurer ist Maler, Zeichner und Bildhauer und erforscht eine Organisation des Bildraums, in dem die Orthogonalität eine bedeutende Stellung einnimmt. Aber Jean Scheurer’s Vocabulaire beschränkt sich nicht auf geometrische Darstellungen; das Lyrische, Zeichnerische ist eine zweite Bildsprache, die den geometrischen Bildraum intuitiv und sensibel überlagert.
Das Nebeneinander-Existieren von konstruierten und gezeichneten Elementen in demselben Werk kommt uns unwahrscheinlich, oder gar unmöglich vor. Aber gerade diese Gegenüberstellung von formal verschiedenartigen Elementen, freie Zeichnung eingefügt in einen rational konstruierten Rahmen, spontane Gesten, die ihre Inspiration in alltäglichen Elementen finden, das ist die Originalität von Jean Scheurers Werk: «géométries douteuses». Für den Maler Jean Scheurer ist dies von zentraler Bedeutung, eine «störende, zeichnerische» Geste, die aus seiner Arbeit nicht weggedenkt werden kann.
Austellung: 23. Januar – 8. März 2020
Einführung: Konrad Tobler
Fotos:
RUEDI REINHARD
1940 – 2018
ungleichgewichtig balanciert
«das quadrat ist eine massgebliche grundlage seiner ästhetischen konzeption. doch unterläuft reinhard jede starre schematisierung durch strategien minimaler störung, umdeutung und irritation. er setzt farbe und fläche in ein verhältnis höchster spannung – in ein fast nicht mehr gehaltenes gleichgewicht – und erreicht zugleich eine wirkung von grosser ruhe und sammlung.»
«das bild – um es auszuführen und als ausgeführtes – muss notwendig sein»
Ruedi Reinhard
«… die Natur ist eine grundlegende Instanz für seine Arbeit … weil das Bild die gleiche strukturelle Selbstverständlichkeit haben soll wie das Blatt einer Pflanze oder das Kräftegleichgewicht in einem Planetensystem.»
Michael Hübl
Die Ausstellung zeigt ausgewählte Themen aus dem Gesamtwerk des in Basel lebenden und arbeitenden Künstlers (1940-2018).
Ausstellung: 13. März – 24. Mai 2020
Einführung: Michael Hübl (Karlsruhe)
Künstlergespräche: Christiane Maier Reinhard und Werner von Mutzenbecher | Christiane Maier Reinhard und Regina Graber
Fotos: Michael Herden
CORONA POSTER
50 Plakate der Aktion „Kreative contra Corona“
Unter dem Titel «Kreative contra Corona» rief die bz Basel, Basler Gestalter, Grafiker, Illustratorinnen und Werber dazu auf Plakate zur Eindämmung des Coronavirus zu kreieren. Diesem Ruf gefolgt sind 107 Künstler und Gestalter gefolgt und haben 180 Plakate eingereicht. Der Beweis ist erbracht; Die Tradition der Basler Plakatgestaltung lebt und prosperiert – auch noch generationenübergreifend.
Eine neutrale Jury hat 50 der markantesten Entwürfe ausgewählt.Das RappazMuseum zeigt diese Selektion exklusiv und freut sich Ihnen diese fantasievollen Werke präsentieren zu dürfen.
Diese Aktion wurde initiiert von der bz – Zeitung für die Region Basel in Zusammenarbeit mit ProInnerstadt Basel, BaselLive und jjsscc.ch.
Unter tatkräftiger Mithilfe der Merian Iselin Klinik, dem Werbevermarkter Clear Channel und der Druckerei Creaplot.
Mit grosszügiger Unterstützung durch den Verband KreaB, das RappazMuseum Basel, die Basler Stadtreinigung und die Plakatsammlung der Schule für Gestaltung Basel.
Ausstellung: 5. – 21. Juni 2020
Fotos:
ARTconcret 2020
Konstruktive Statements von 33 Künstlerinnen und Künstler
Max Bill • Robert Boegli • Maggie Brun • Francesco Camponovo • Andreas Christen • Herbert Distel • Rita Ernst • Arend Fuhrmann • Hans Jörg Glattfelder • Max Grauli • Andreas Green • hermanus • Marguerite Hersberger • Elena Lux-Marx • Susanne Lyner • Beat Maeschi • Christiane Maier Reinhard • Christian Mengelt • Heidi Mertens • Reinhart Morscher • Willy Müller-Brittnau • Werner von Mutzenbecher • Jean Pfaff • Rolf Rappaz • Ruedi Reinhard • Hans Rémond • Betha Sarasin • Jean Scheurer • Willi Schoder • Maya Stange • Armin Vogt • Gido Wiederkehr • Eva Wohlleben
Ausstellung: 2. Juli – 19. September 2020
Fotos: Armin Vogt
MARGUERITE HERSBERGER
Räumliche Transparenz
Marguerite Hersberger ist Zeichnerin, Malerin, Plastikerin und entwickelte ein auf elementare Strukturen reduziertes plastisches Werk, das innerhalb der konstruktiv-konkreten Kunst der Schweiz einen neuen unverwechselbaren Akzent setzt. Fragen um den Zusammenhang von Licht und Raum sowie das Thema Transparenz beschäftigen die Künstlerin seit Beginn ihres Schaffens und fanden auch Niederschlag in den zahlreichen Projekten «Kunst und Bau» im In- und Ausland.
In der aktuellen Ausstellung zeigt Marguerite Hersberger Skulpturen und dreidimensionale Wandobjekte aus transparentem Acrylglas, einem von ihr bevorzugten Material. Den Schwerpunkt der Präsentation bilden die Werkgruppen «Pliagen» (Faltungen). Bei den aus lediglich einem Blatt gestalteten Werken entstehen Räume durch Überlagerungen der transparenten Farbschichten. Diese werden mittels Einschnitten zuweilen aufgebrochen und erzeugen nochmals neue Farb- und Raumeindrücke. Dabei geht es ihr nicht um den illusionistischen, sondern um den optisch wahrnehmbaren Raum.
Ausstellung: 25. September – 15. November 2020
Fotos: Armin Vogt und Peter Schälchli
HANS JÖRG GLATTFELDER
Wandlungen
Hans Jörg Glattfelder (*1939) gehört zu den Altmeistern der konstruktiv-konkreten Kunst in Europa. Bereits in den 1960er Jahren wurde er mit seinen seriellen Werken und Pyramiden-Reliefs international bekannt. In den 1970er Jahren durchbrach er mit seiner Serie der sogenannten nicht-euklidischen Metaphern dann die klassischen Dogmen der Konstruktiven Kunst und wurde dadurch zugleich zu einem der wichtigsten Erneuerer dieser Kunstrichtung. Seine dynamisch in den Raum ausgespannten Rautenflächen, die über die euklidische Geometrie hinausweisen, gelten seitdem als wichtiger Ansatz, die Erkenntnisse der modernen Physik in die nicht abbildende Kunst einfließen zu lassen. Seit den 1960er Jahren ist Glattfelder in bedeutenden Museen und internationalen Ausstellungen vertreten. 1986 warenWerke von ihm unter dem Thema Arte e Scienza auf der Biennale von Venedig zu sehen. 2013/14 widmeten ihm das Museum Haus Konstruktiv in Zürich und das Vasarely Museum in Budapest große Retrospektiven zum 75. Geburtstag und auch die große Überblicksschau 2019 im Museum Ritter in Waldenbuch ist vielen Kunstfreunden noch in bester Erinnerung. Für sein prägendes Lebenswerk wurde Glattfelder mit dem angesehenen Peter C. Ruppert Preis für Konkrete Kunst in Europa ausgezeichnet, kürzlich wurde er auch ehrenhalber in die Széchenyi Akademie in Budapest aufgenommen.
Ausstellung: 20. November – 17. Januar 2021
Fotos: Armin Vogt
2021
BETHA SARASIN
Vielfalt – Konstruktiv
Das Werk von Betha Sarasin umfasst neben informeller und konkreter Malerei, figürlichen und konkreten Zeichnungen sowie angewandter Kunst und surrealistisch anmutenden Objekten eine Vielzahl weiterer Bereiche. Dazu gehören ungewöhnlich frühe Spray-Bilder und computergestützte Arbeiten, variabel zusammensetzbare Spielobjekte, Skulpturen, Kirchenfenster, Trompe-l’œil-Bilder und polemische Objekte. Ausgangsform vieler Arbeiten ist der Würfel u.a. aus Metall, Marmor oder Glas. Sie erweitert ihn vom Zweieck bis zur dreidimensionalen Spirale und schafft daraus auch multimediale Werke. Sarasins breites Spektrum ist Zeugnis einer durchgehaltenen Konsequenz. Zudem zeichnet sich das Œuvre nicht nur durch diverse beachtenswerte Werke aus, sondern auch durch eine Vielzahl überraschendinteressanter Entwicklungsschritte. Betha Sarasins künstlerisches Talent liegt gemäss Frederik Schikowski vor allem im konkretkonstruktiven Bereich. «Immer wieder kreierte sie hier Arbeiten, die einen Vergleich mit Größen dieser Kunstrichtung nicht scheuen müssen.»
Ausstellung: 4. MärZ – 11. April 2021
Fotos:
INTERNATIONALE JAZZ POSTERS
Jeder kann das Einfache verkomplizieren.
Das Komplizierte zu vereinfachen – erschräckend einfach zu machen – das ist Kreativität.
Charles Mingus
Wir zeigen Posters von:
Urs Althaus & Arno Schlipf • Max Bill • Malika Favre • Stefan Friedli&Damian Shephard • Werner E. Grieder • Manon Gygax & Tamara Rufener • Husmann & Hajnoczky • Keith Haring • Sareina Kessler • Franziska König • Herbert Leupin • Jean-Benoit Levy • Christian Marcclay • Erwin Meierhofer • Rudi Meyer • Finn Nygaard • Martin Ott • Giuseppe Reichmuth • Daniel Rohner • Fritz Sauter • J.J. Schaffner & Silvana Conzelmann • Jonas Schoder • Ralph Schraivogel • Niki de Saint Phalle • Jean Tinguely • Niklaus Troxler • P. G. Ulmer • Armin Vogt • Ben Vautier • Chasper Würmli
Bücher-Tisch mit CDs, Vinyl-Platten und Jazz-Literatur von Plattfon
CD-Tisch mit Labels der Intakt Records
Ausstellung: 15 April – 20. Juni 2021
Fotos:
GILBERT UEBERSAX
Bildfarbe schwarz
Schwarzarbeiten, Bilder und Zeichnungen
Bildschatten eines ursprünglich Lebendigen!
Die Psyche des Menschen ist nah dem Schatten.
Keine Schwarzmalerei!
(es beinhaltet weit mehr positive Eigenschaften!)
Schwarz ist «IN»: ist Mode, ist Haltung, ist Attitüde, Uniform,
Status, Symbol, auch politisch instrumentalisiert etc. relativ neutral
neutraler als die drei Buntfarben
Schwarz ist diskret, exklusiv
schwarz macht schlank
Es ist nie das Bild, das wir sehen!
Gilbert Uebersax
Ausstellung: 25. Juni – 8. August 2021
Fotos: Armin Vogt
CHRISTIAN VOGT
Skinprints
„Skinprints“ sind Gedanken, die meine Beobachtungen, Einsichten und Wahrnehmungen widergeben.
Alles scheint verständlich, wenn es bereits gedacht oder erlebt wurde. Zum Beispiel «standing behind myself watching myself watching», ist eine Erfahrung, die manche kennen.
Schwieriger hingegen ist «today I’ve been you» – ein metaphysisches Erlebnis über das man, denke ich, nicht sprechen kann.
Die «Skinprints» sind Stempelabdrücke auf der Haut und keine Bild- manipulation.
MANU EST – es liegt auf der Hand
Christian Vogt
Zur Ausstellung erscheint die neue Publikation ‘Skinprints’ mit einem Nachwort von Catherine Newmark, Berlin.
Ausstellung: 13. August – 19. September 2021
Fotos:
FRANCESCO CAMPONOVO
Lines – Grids & Cut-Outs
… Am innigsten zugewandt hat sich der Künstler zwei grundlegenden Disziplinen Konstruktiver Kunst: Der Linie und dem Netz. Wenn man Geist und Charakter seiner Linie gerne einem Henry van de Velde zur psychischen Bewertung überantworten möchte, hat Francesco Camponovo sich konsequent nur mit der gebrochenen Linie befasst. Er lässt der Linie nicht den ruhigen Fluss sondern bricht ihn meisterlich vertikal und horizontal, was intentional gelenkte Unruhe und Bewegung bewirkt. Darum geht es ihm, das ergibt neue Bildideen. Er hat ein authentisches Linienprogramm erschlossen, das Anspruch auf separate Beachtung erheben darf. Beim erwähnten letzten Bildwerk 2020 «Modular Cadences» ist dies grossartig gelungen. …
Eugen Gomringer
Ausstellung: 24. September – 31.Oktober 2021
Zur Ausstellung erscheint eine neue Publikation «Lines – Grids & Cut-Outs» mit einem Vorwort von Eugen Gomringer
Fotos: Michael Herden
SUSANNE LYNER
winterbluescht
Das Sinnieren über eine lange Reihe gelebter Winter ist Ausgangspunkt meiner Arbeit «winterbluescht». Siebzig Leinwände, je 40x40cm, breiten sich aus in den Räumen vom Rappaz Museum. Eine jede erzählt in unterschiedlicher Struktur und Farbigkeit, die eigene Geschichte und bleibt dabei auch immer Teil des Ganzen.
Susanne Lyner
Ausstellung: 11. November – 12. Dezember 2021
Sarah Altenaichinger, Bern, Gedichte und Texte mit Seraina Clark, Basel, Jüüzli
Präsentation des neuen Kataloges von Susanne Lyner, erschienen bei Galerie Mäder, Basel
Künstlergespräch mit Heike Sütter, Kunsthistorikerin, Frankfurt a/M, und Christian Schoch, Künstler, Basel
Fotos: Michael Herden
HANS REMOND
90 Jahre
Bei fast allem sakralen Ernst, mit dem Hans Remond seit Jahren seine künstlerische Tätigkeit ausübt, ist er auch das Kind geblieben, das spielen muss. Und der rastlose Arbeiter, der sich keine Ruhe gönnt, der Zweifler, der alles hinterfragt. So kommt es, dass alles immer wieder verschoben, verändert und erneuert wird, ein Ende ist nicht abzusehen.
Werner von Mutzenbecher
aus «Hans Remond, Phänomenologie eines Künstlers». Katalog zur Ausstellung «Parallele Universen», 2007, Kunst Raum Riehen
Ausstellung: 17. Dezember 2021 – 13. Februar 2022
Grusswort: Dr. Simon Koenig
90 Jahre Hans Remond: Der Künstler spielt Saxophon
Fotos: Armin Vogt | Michael Herden
2022
RITA ERNST
Sichten Suchen Finden
Rita Ernst lebt an verschiedenen Orten, im Zentrum von Zürich und in Trapani, einer Stadt in Sizilien. An zwei Orten zu leben heisst auch, sich in unterschiedlichen Kulturkreisen aufzuhalten, sich mit verschiedenen Mentalitäten auseinanderzusetzen und ein Mannigfaches an Eindrücken und Empfindungen aufzunehmen. Selbst der gelebte Alltag, das Essen und das Licht eines heissen Nachmittags unterscheiden sich. Immer wieder abzureisen und anzukommen ermöglicht es, die vertraute Umgebung in neuen und ungewohnten Perspektiven zu entdecken.
Simon Baur
Ausstellung: 18. Februar – 3. April 2022
Führung: 25. März 17h, Rundgang mit Sabine Schaschl (Direktorin Museum Haus Konstruktiv, Zürich) und Rita Ernst
Fotos: Michael Herden
BILDHÖRTMUSIK
Eine begleitende Ausstellung während dem offbeat Jazzfestival in Basel
Das Rappaz Museum Basel widmet seine zweite Ausstellung 2022 den seh- und hörbaren Beziehungen von Musik und bildender Kunst.
Francesco Camponovo • Thomas Dettwiler • Rita Ernst • Karl Gerstner • Hans Jörg Glattfelder • Armin Hofmann • Ursula Kern • Elena Lux-Marx • Christian Mengelt • Gret Mengelt • Rolf Rappaz • Christof Schelbert • Maya Stange • Paul Talman • Niklaus Troxler • Armin Vogt • Gido Wiederkehr
Ausstellung: 8. April – 5. Juni 2022
Live-Performance mit Niklaus Troxler, Tape Art und Song Yi Jeong, Voice
Jazz mit Alex Hendriksen
Live-Performance von Juan Braceras (Geige) und Miguel Angel Viñuela (Cello) zu den Bilder von Francesco Camponovo «Listen to the Paintings!»
Fotos: Michael Herden
PETER OLPE
Der schweifende Blick
Er zeichnet und malt, und er fotografiert mit der Lochkamera: und immer überrascht er mit seinen wunderbaren Arbeiten. Peter Olpe bewegt sich in vielen und sehr unterschiedlichen Techniken und Formaten. Mit jedem Bild erkundet er ein mögliches Verhältnis von Raum und Licht, von Farben und Formen, immer wieder setzt er an zu einer neuen Bilderzählung und stets bleibt er einfallsreich, verspielt, genau.
Ausstellung: 10. Juni – 17. Juli 2022
Fotos:
ARTconcret 2022
Konstruktive Statements von 10 Künstlerinnen und Künstlern
Francesco Camponovo
Corsin Fontana
Johannes Gachnang
Hans Jörg Glattfelder
Daniel Göttin
Karin Käppeli – von Bülow
Rolf Rappaz
Ruedi Reinhard
Maya Stange
Eva Wohlleben
Ausstellung: 22. Juli – 9. Oktober 2022
Fotos: Armin Vogt
KLAUS J. SCHOEN
Harmonie der Stille
Die Arbeitsmethoden konkreter Kunst sind verständlich und erhellend, rational wie emotional erfahrbar. Das künstlerische Resultat ist die Summe logischer Schritte, vorgegeben durch die Arbeitsmethode. Dem entgegen steht die Notwendigkeit, ein individuell geprägtes künstlerisches Medium zu schaffen. Darin liegt die besondere Schwierigkeit konkreter Kunst.
Klaus J. Schoen, 1992
Ausstellung: 15. Oktober – 27. November 2022
Artist Talk mit Hans Jörg Glattfelder und Daniel Roy
Fotos: Michael Herden
CHRISTIAN MENGELT
30 Jahre Form und Farbe
Der Weg meiner Bildgestaltung schliesst heute an den Ausgangspunkt meiner 60er-Jahre, der Begegnung mit dem Abstrakten Expressionismus einerseits und der Konkreten Kunst anderseits. Der vermeintliche Gegensatz von Abstrakt und Konkret in der Kunst verstehe ich kreativ als sich wechselseitig ergänzende, belebende Phänomene der bildnerischen Gestaltung: Von der Abstraktion und Reduktion der Form und Farbe zu einer spannungsvollen, ausgewogenen Bildkomposition.
Textauszug aus den Katalog 2021
Ausstellung: 2. Dezember 2022 – 5. Februar 2023
Fotos: Michael Herden
2023
ELENA LUX-MARX
Sehgrenzen
Marguerite Unsere visuelle Welt ist voll von Dingen. Ob winzig wie eine Stecknadel oder ein riesiger Berg: Die Farben nehmen wir in der Regel nur als Objektfarbe wahr. Wie ungewöhnlich sie sind, fällt uns selten auf. Bei Elena Lux-Marx ist das ganz anders. Ihre ganze Leidenschaft gilt ausschliesslich den Farben und deren virtuosen Verwandlungs-fähigkeiten und Stimmungen. In ihren Bildern spürt sie den faszinierenden Geheimnissen der Farbe nach. Durch verschiedene Methoden erreicht sie Farbklänge, bei denen Farbe sogar ihren Charakter zu wechseln scheint. So sind die neuesten Bilder von Elena Lux-Marx ein Abenteuer für alle, die ihre eigenen Sehgrenzen herausfinden – oder sich wieder einmal wundern wollen.
Ausstellung: 17. Februar 2023 – 2. April 2023
Einführung: Regina Lange, Kunsthistorikerin
Fotos: Michael Herden
CHRISTIAN MENGELT
Zeichen der visuellen Kommunikation
Ein Zeichen ist im weitesten Sinne etwas, das auf etwas anderes hin-deutet, etwas bezeichnet. Mit und über Zeichen verständigen wir uns, verstehen wir uns mittels Sprache und Schrift, durch Hören, Sehen, Empfinden und Fühlen, mit allen unseren Sinnen.
Die Verständigung über Zeichen gehört zu den Anfängen unseres Seins, sowohl historisch in der Evolution der Menschheit als auch in unserem individuellen Leben und gesellschaftlichen Alltag.
Die unermessliche Vielzahl von Zeichen, mit denen wir uns tagtäglich verständigen, ist ein Phänomen, das wir hier nur punktuell an Beispielen der visuellen Wahrnehmung aufzeigen können.
Ausstellung: 5. April – 26. Mai 2023
Fotos: Michael Herden
ARTconcret 2023
Konstruktive Statements von 9 Künstlerinnen und Künstlern
Suzanne Daetwyler
John Grüniger
Haász István
René Isler
Gret Mengelt
Reinhart Morscher
Rolf Rappaz
Klaus J. Schoen
Helen Von Burg
Ausstellung: 2. Juni – 27. August 2023
Fotos:
BURKHARD MANGOLD
Die Angewandte Kunst
In Kooperation mit dem Verein Burkhard Mangold Basel und dem kHaus, Kopfbau Kaserne.
Ausstellung: 1. September – 17. September 2023
Fotos: Michael Herden
ARMIN VOGT
Plakate © Armin Vogt
Die zweitletzte Ausstellung des Rappaz Museums Basel, das Ende Dezember 2023 geschlossen wird, widmet sich der Grafik und den Plakaten des Kurators Armin Vogt. In Basel kennt jede/r das Logo der Basler Verkehrsbetriebe (BVB), international das Logo der Automarke FIAT. Doch wer weiss, dass die beiden Marken vom selben Gestalter stammen? Dahinter verbirgt sich der Gestalter, Galerist, Verleger und Kurator Armin Vogt (*1938). Die zweitletzte Ausstellung des Rappaz Museums ist seinen eigenen Plakaten gewidmet. Seien es die Plakate für das «Jazz-by-off-Beat»-Festival, für Piatti-Küchen, für die Diavolezza-Bahn AG, die Eröffnung des Basler Museum für Gegenwartskunst oder für die Pariser «Galeries Lafayette», sie alle tragen die Handschrift Armin Vogts. Dabei muss nicht nur die zu kommunizierende Message auf dem Plakat klar und eindeutig sichtbar werden, Armin Vogts Plakate zeichnen sich auch durch einen gestalterischen Humor aus, so als würde sich das Kind in ihm über einen neuen Streich freuen.
So ist beispielsweise die Gondel der Lagalb-Diavolezza-Bahn von weissen Wolken vor stahlblauem Himmel umgeben, doch die Wolken breiten sich auch über das Gehäuse der Gondel aus und suggerieren ein durch die Wolken schwebendes Gefährt. Für den Fiat «Typ 128 – Traction avant» hat er 1969 ein Plakat entworfen, das neun Abbildungen des genannten Typs zeigt, wobei die Buchstaben der Ankündigung in insgesamt sechs Farben eingefärbt wurden und so in einem starken Kontrast zu den schwarzen Automobilen stehen und auf dem Plakat für das Museum für Gegenwartskunst sieht man zwei Personen, Armin Vogt und der Architekt Wilfried Steib, wie sie Robert Delaunays «La Tour Eiffel», entstanden 1910/11 durch das Obergeschoss der verglasten Passerelle zwischen den beiden Gebäuden transportieren.
Entstanden sind ein repräsentativer Überblick und eine kleine Retrospektive über ein halbes Jahrhundert Schweizer Grafik, die nicht nur Armin Vogts Auftraggeber, sondern auch seine persönlichen Ideen, Vorlieben und seine einzigartige Kreativität illustrieren.
Ausstellung: 23. September -15. Oktober 2023.
Fotos:
ROLF RAPPAZ
WILLI EIDENBENZ
HANS AESCHBACH
Wechselseitiges Zusammenspiel graphisches und künstlerisches Schaffen
Die Abschlussausstellung des bald schließenden Rappaz Museums Basel ehrt drei Schweizer Grafiker und Künstler: Rolf Rappaz, Willi Eidenbenz und Hans Aeschbach. Rappaz war bekannt für seine Grafik und konstruktive Kunst. Eidenbenz experimentierte in Fotografie und Malerei, während Aeschbach vor allem in der Plakatgestaltung und Glasmalerei tätig war. Die Ausstellung bietet einen umfassenden Einblick in ihre Werke und ist von Peter Vetter, Yujin Kim und Armin Vogt kuratiert.
Unterstützt durch: Ernst Göhner Stiftung, Hans und Renée Müller-Meylan Stiftung, Sulger Stiftung, Swisslos
Ausstellung: 21. Oktober – 17. Dezember 2023
Fotos:
