Austellungen im Rappaz Museum

ROLF RAPPAZ

Permanente Ausstellung – Permutation

Das künstlerische Schaffen von Rolf Rappaz ist durch den Konstruktivismus geprägt und weist eine grosse Affinität zu den Strömungen der amerikanischen Minimal und Conceptual Art auf. Der Werkkomplex besticht durch ein äusserst reduziertes Farben- und Formenvokabular, aus dem sich ein ungeahnter expressiver Reichtum entfaltet. Durch ästhetische Prozesse des Zergliederns, Vertauschens und Kombinierens lässt der Künstler aus geometrischen Grundformen in Einzel- und Wechselbildern, in Bildserien und in Plastiken eine Vielfalt an bildnerischen Konfigurationen entstehen. So wird im Verfahren der Permutation die Grundspannung von analytischer Berechnung und schöpferischer Inspiration sichtbar, die an jeder Kreativität beteiligt ist.

Armin Vogt

Wechselausstellungen 2012 – 2016

Kuratorin Ricarda Gerosa

ROLF RAPPAZ

Die Plakate 1945 – 1972

Ausstellung: 02.04 – 27.05.2012

ARMIN VOGT

Eine Art Bilanz. 50 Jahre visuelle Kommunikation

Ausstellung: 02.06 – 11.07.2012

MAGGIE BRUN
CORSIN FONTANA
MAX GRAULI
WERNER VON MUTZENBECHER
MAYA STANGE
GILBERT UEBERSAX

Der Schwarze Kreis

Ausstellung: 26.05 – 11.07.2013

OLGA & OLEG TATARINTSEV

Culture Scapes Moskau

Ausstellung: 03.11.2012 – 18.01.2013

MINIMUM MAXIMUM 4

Kriza / Crisis 

Ausstellung: 27.10 – 07.12.2013

ROGER HUMBERT

Konkrete Fotografie

Ausstellung: 27.10 – 07.12.2013

ROLF RAPPAZ – JUBILÄUM

Ein Leben mit Kunst und Grafik, Basel 1914 – 1996

Ausstellung: 15.6 – 25.09.2014

HIROKAZU KOBAYASHI & HARUNA YAMADA

Culture Scapes Tokyo

Ausstellung: 19.10 – 07.12.2014

MAYA STANGE

Im Quadrat

Ausstellung: 26.04 – 10.06.2015

KRISTJÁN GUŌMUNDSSON

Culture Scape Island

Ausstellung: 18.10 – 25.11.2015

ROLF RAPPAZ – BARBARA ALTREGO

Ausstellung: 1001 – 25.02.2016

Wechselausstellungen 2016 – 2023

Kurator Armin Vogt

2016

UTE KÖNGETER 

Transparenz im Dialog

 

Das konstruktive Werk von Ute Köngeter

(Auszug eines Katalog-Textes von Eugen Gomringer 2007)

Die Wandlung vom konkreten Kunstwerk der orthodoxen Regel zum konstruktiven Konzept, dem Begriff, der dem grundlegenden Band von Willy Rotzler, 1977, entstammt, hat tatsächlich der strengen Gestaltung neue Möglichkeiten zugänglich gemacht. Es erstaunt immer wieder, wie lebendig sich das Feld der konstruktiven Konzepte heute präsentiert, wie intuitiv mit bewährten Regeln, neuen Materialien, mit Formen und Farben und ihren Kombinationen aufgrund erweiterter Wahrnehmung und inhaltlichen Vorstellungen umgegangen bzw. von Regeln auch abgewichen wird. Es mögen solche Erfahrungen zwar auch vermehrt zu leichtsinnigen Lösungen führen, doch die künstlerische Produktion und ihre Rezeption sind sich im Grunde der Qualitätsmaßstäbe bewusst, die das konstruktive Konzept nun einmal bedingen, z.B. durch eine ungeschriebene Forderung nach professioneller Handwerklichkeit, wie sie das konkrete Kunstwerk in Form und Farbe stets aus altem Ethos heraus – sine qua non – nun einmal verstand. Ihr wird in den besten konstruktiven Konzepten ganz selbstverständlich nachgelebt.

Ausstellung: 02 September – 16 Oktober 2016
Einführung: Dr. Birgit Möckel, Kunsthistorikerin – Berlin
Fotos: Lea Orthofer

MAX GRAULI

Hier Dies Jetzt

 

Die Horizontale und die Vertikale – die beiden grundlegenden Elemente unserer Raumerfahrung – sind die zentralen Komponenten in Max Graulis (*1957) neusten Bildern. Er verzichtet auf raumillusionistische Formen wie die Diagonale oder übermalt sie bewusst, um ganz in der Fläche zu bleiben. Doch gerade dadurch überschreiten diese Bilder immer wieder ihre Zweidimensionalität. Die Linien und Farbfelder verbinden sich mit dem sie umgebenden Raum und erhalten eine Präsenz: hier dies jetzt! Das ist es das ganze Ziel – der ganze Sinn allen Seins.

Die Ausstellung präsentiert aktuelle Malerei, Zeichnungen und Druckgrafik.

Ausstellung: 18 November 2016 – 22 Januar 2017
Einführung: Eveline Schüep Kunsthistorikerin / Kunstvermittlerin
Fotos: Armin Vogt

2017

NIKLAUS TROXLER

Jazz-Plakate aus 50 Jahren Jazz in Willisau

 

„Ja, man müsste sich eigentlich fragen, ob Niklaus Troxler nebenbei die Plakate macht für die Konzerte, die er veranstaltet, oder ob er die Konzerte veranstaltet, um dafür die Plakate machen zu können.“
Dieter Bachmann

Ausstellung: 6. April – 28. Mai 2017
Während dem Offbeat Jazz-Festival Basel
Einführung: Urs Blindenbacher, Meinrad Buholzer, Niklaus Troxler
Jazzige Intermezzi: David Klein Trio
Fotos: Armin Vogt

GILBERT UEBERSAX

…und vernetzter Faden

Thema und Variation einer vernetzten Spur

Ausstellung: 30. Mai – 20. August 2017
Einführung: Michael Buseke, Schauspieler
Lesung:  Gilbert Uebersax – Hölderlin: 8 Arbeiten zu den Fragmen von Friedrich Hölderlin
Fotos: Armin Vogt

SCHRIFT

Von der Keilschrift zur digitalen Schrift

ELENA LUX-MARX

Farbe im Kopf

2018

WERNER MERKOFER

Interferenzen

JAZZ LP + CD COVER DESIGNS

Gestaltung ist visualisiertes Denken

Saul Bass

Ausstellung: 6. April – 27. Mai 2018

Einführung: Christian Mengelt, Designer
und Urs Blindenbacher, künstlerischer Leiter offbeat Jazz-Festival

Jazz manouche mit Guillaume Singer, Matthias Baldinger und Michael Chylewski

Fotos: Armin Vogt

STEFF GEISSBÜHLER

Graphic Design

 

GIDO WIEDERKEHR

Die letzten 30 Jahre

2019

ONORIO MANSUTTI

Kunstlicht – Lichtkunst

MARKUS GRUBER

Quadrat & Zwischenraum

Retrospektive über 30 Jahre fotografische Bilder

Die Ausstellung zeigt in drei Räumen drei Themen aus dem Gesamtwerk des Künstlers:

THE VISUAL VOICES OF JAZZ

Photographs:
Peewee Windmüller
Berhard Ley
Armin Vogt
Röné Bringold

In Kooperation mit offbeat

Jeder kann knipsen. Auch ein Automat. Aber nicht jeder kann beobachten. Photographieren ist nur insofern Kunst, als sich seiner die Kunst des Beobachtens bedient. Beobachten ist ein elementar dichterischer Vorgang. Auch die Wirklichkeit muss geformt werden, will man sie zum Sprechen bringen.

MAGGIE BRUN

SUSANNE LYNER

SYLVIA GOESCHKE

Die heute zu eröffnende Ausstellung bringt drei künstlerische Positionen zusammen, die auf den ersten Blick nur wenig Verwandtschaft und Verbindung zu haben scheinen. Dennoch präsentieren sich hier im RappazMuseum 28 Arbeiten von Maggie Brun, Susanne Lyner und Sylvia Goeschke als ein Dreiklang der Bilder, der uns in keiner Weise disharmonisch begegnet.

MORITZ ZWIMPER

Licht + Farbe

Warum gibt es Farben?
Eine didaktische Ausstellung zum Thema «Farbwarnehmung»

In drei Räumen werden von Moritz Zwimpfer die physikalischen, physiologischen und psychologischen Voraussetzungen für die Wahrnehmung von Licht und Farbe dargestellt. Über die Grenzen verschiedener Disziplinen hinweg vermittelt die Ausstellung mit vielen Fotos und grafischen Darstellungen einen leicht verständlichen Einblick in die komplexe Materie.

Lichtquellen und Ausbreitung des Lichts | Das Farbspektrum | Optik und Netzhaut des Auges | Farbe und Hell/Dunkel sehen | Farbige Nachbilder und Simultane Farbverschiebung | Pigmente und Farbstoffe | Farbmischungen | Farbordnung und Farbsysteme | Subjektive Farbwahrnehmung | Emotionale Farbwirkungen | Farbe als Symbol und Zeichen

Ausstellung: 16. August – 27. Oktober 2019

ANDREAS CHRISTEN

1936 – 2006 

2020

JEAN SCHEURER

Jean Scheurer ist Maler, Zeichner und Bildhauer und erforscht eine Organisation des Bildraums, in dem die Orthogonalität eine bedeutende Stellung einnimmt. Aber Jean Scheurer’s Vocabulaire beschränkt sich nicht auf geometrische Darstellungen; das Lyrische, Zeichnerische ist eine zweite Bildsprache, die den geometrischen Bildraum intuitiv und sensibel überlagert.

RUEDI REINHARD
1940 – 2018

ungleichgewichtig balanciert

«das quadrat ist eine massgebliche grundlage seiner ästhetischen konzeption. doch unterläuft reinhard jede starre schematisierung durch strategien minimaler störung, umdeutung und irritation. er setzt farbe und fläche in ein verhältnis höchster spannung – in ein fast nicht mehr gehaltenes gleichgewicht – und erreicht zugleich eine wirkung von grosser ruhe und sammlung.»

CORONA POSTER

50 Plakate der Aktion „Kreative contra Corona“

 

MARGUERITE HERSBERGER

Räumliche Transparenz


Marguerite Hersberger ist Zeichnerin, Malerin, Plastikerin und entwickelte ein auf elementare Strukturen reduziertes plastisches Werk, das innerhalb der konstruktiv-konkreten Kunst der Schweiz einen neuen unverwechselbaren Akzent setzt. Fragen um den Zusammenhang von Licht und Raum sowie das Thema Transparenz beschäftigen die Künstlerin seit Beginn ihres Schaffens und fanden auch Niederschlag in den zahlreichen Projekten «Kunst und Bau» im In- und Ausland.
In der aktuellen Ausstellung zeigt Marguerite Hersberger Skulpturen und dreidimensionale Wandobjekte aus transparentem Acrylglas, einem von ihr bevorzugten Material. Den Schwerpunkt der Präsentation bilden die Werkgruppen «Pliagen» (Faltungen). Bei den aus lediglich einem Blatt gestalteten Werken entstehen Räume durch Überlagerungen der transparenten Farbschichten. Diese werden mittels Einschnitten zuweilen aufgebrochen und erzeugen nochmals neue Farb- und Raumeindrücke. Dabei geht es ihr nicht um den illusionistischen, sondern um den optisch wahrnehmbaren Raum.

Ausstellung: 25. September – 15. November 2020
Fotos: Armin Vogt und Peter Schälchli

HANS JÖRG GLATTFELDER

Wandlungen

Hans Jörg Glattfelder (*1939) gehört zu den Altmeistern der konstruktiv-konkreten Kunst in Europa. Bereits in den 1960er Jahren wurde er mit seinen seriellen Werken und Pyramiden-Reliefs international bekannt. In den 1970er Jahren durchbrach er mit seiner Serie der sogenannten nicht-euklidischen Metaphern dann die klassischen Dogmen der Konstruktiven Kunst und wurde dadurch zugleich zu einem der wichtigsten Erneuerer dieser Kunstrichtung. Seine dynamisch in den Raum ausgespannten Rautenflächen, die über die euklidische Geometrie hinausweisen, gelten seitdem als wichtiger Ansatz, die Erkenntnisse der modernen Physik in die nicht abbildende Kunst einfließen zu lassen. Seit den 1960er Jahren ist Glattfelder in bedeutenden Museen und internationalen Ausstellungen vertreten. 1986 warenWerke von ihm unter dem Thema Arte e Scienza auf der Biennale von Venedig zu sehen. 2013/14 widmeten ihm das Museum Haus Konstruktiv in Zürich und das Vasarely Museum in Budapest große Retrospektiven zum 75. Geburtstag und auch die große Überblicksschau 2019 im Museum Ritter in Waldenbuch ist vielen Kunstfreunden noch in bester Erinnerung. Für sein prägendes Lebenswerk wurde Glattfelder mit dem angesehenen Peter C. Ruppert Preis für Konkrete Kunst in Europa ausgezeichnet, kürzlich wurde er auch ehrenhalber in die Széchenyi Akademie in Budapest aufgenommen.

Ausstellung: 20. November – 17. Januar 2021
Fotos: Armin Vogt

2021

BETHA SARASIN

Vielfalt – Konstruktiv


Das Werk von Betha Sarasin umfasst neben informeller und konkreter Malerei, figürlichen und konkreten Zeichnungen sowie angewandter Kunst und surrealistisch anmutenden Objekten eine Vielzahl weiterer Bereiche. Dazu gehören ungewöhnlich frühe Spray-Bilder und computergestützte Arbeiten, variabel zusammensetzbare Spielobjekte, Skulpturen, Kirchenfenster, Trompe-l’œil-Bilder und polemische Objekte. Ausgangsform vieler Arbeiten ist der Würfel u.a. aus Metall, Marmor oder Glas. Sie erweitert ihn vom Zweieck bis zur dreidimensionalen Spirale und schafft daraus auch multimediale Werke. Sarasins breites Spektrum ist Zeugnis einer durchgehaltenen Konsequenz. Zudem zeichnet sich das Œuvre nicht nur durch diverse beachtenswerte Werke aus, sondern auch durch eine Vielzahl überraschendinteressanter Entwicklungsschritte. Betha Sarasins künstlerisches Talent liegt gemäss Frederik Schikowski vor allem im konkretkonstruktiven Bereich. «Immer wieder kreierte sie hier Arbeiten, die einen Vergleich mit Größen dieser Kunstrichtung nicht scheuen müssen.»

Ausstellung: 4. MärZ – 11. April 2021
Fotos:

INTERNATIONALE JAZZ POSTERS


Jeder kann das Einfache verkomplizieren.
Das Komplizierte zu vereinfachen – erschräckend einfach zu machen – das ist Kreativität.
Charles Mingus

Wir zeigen Posters von:
Urs Althaus & Arno Schlipf •  Max Bill •  Malika Favre •  Stefan Friedli&Damian Shephard •  Werner E. Grieder •  Manon Gygax & Tamara Rufener •  Husmann & Hajnoczky •  Keith Haring •  Sareina Kessler •  Franziska König •  Herbert Leupin •  Jean-Benoit Levy •  Christian Marcclay •  Erwin Meierhofer •  Rudi Meyer •  Finn Nygaard •  Martin Ott •  Giuseppe Reichmuth •  Daniel Rohner •  Fritz Sauter •  J.J. Schaffner & Silvana Conzelmann •  Jonas Schoder •  Ralph Schraivogel •  Niki de Saint Phalle •  Jean Tinguely •  Niklaus Troxler •  P. G. Ulmer •  Armin Vogt •  Ben Vautier •  Chasper Würmli

Bücher-Tisch mit CDs, Vinyl-Platten und Jazz-Literatur von Plattfon
CD-Tisch mit Labels der Intakt Records

Ausstellung: 15 April – 20. Juni 2021
Fotos:

GILBERT UEBERSAX

Bildfarbe schwarz

Schwarzarbeiten, Bilder und Zeichnungen

Bildschatten eines ursprünglich Lebendigen!
Die Psyche des Menschen ist nah dem Schatten.
Keine Schwarzmalerei!
(es beinhaltet weit mehr positive Eigenschaften!)
Schwarz ist «IN»: ist Mode, ist Haltung, ist Attitüde, Uniform,
Status, Symbol, auch politisch instrumentalisiert etc. relativ neutral
neutraler als die drei Buntfarben
Schwarz ist diskret, exklusiv
schwarz macht schlank
Es ist nie das Bild, das wir sehen!
Gilbert Uebersax

Ausstellung: 25. Juni – 8. August 2021
Fotos: Armin Vogt

CHRISTIAN VOGT

Skinprints


„Skinprints“ sind Gedanken, die meine Beobachtungen, Einsichten und Wahrnehmungen widergeben.
Alles scheint verständlich, wenn es bereits gedacht oder erlebt wurde. Zum Beispiel «standing behind myself watching myself watching», ist eine Erfahrung, die manche kennen.
Schwieriger hingegen ist «today I’ve been you» – ein metaphysisches Erlebnis über das man, denke ich, nicht sprechen kann.
Die «Skinprints» sind Stempelabdrücke auf der Haut und keine Bild- manipulation.
MANU EST – es liegt auf der Hand
Christian Vogt

Zur Ausstellung erscheint die neue Publikation ‘Skinprints’ mit einem Nachwort von Catherine Newmark, Berlin.

Ausstellung: 13. August – 19. September 2021
Fotos:

FRANCESCO CAMPONOVO

Lines – Grids & Cut-Outs


… Am innigsten zugewandt hat sich der Künstler zwei grundlegenden Disziplinen Konstruktiver Kunst: Der Linie und dem Netz. Wenn man Geist und Charakter seiner Linie gerne einem Henry van de Velde zur psychischen Bewertung überantworten möchte, hat Francesco Camponovo sich konsequent nur mit der gebrochenen Linie befasst. Er lässt der Linie nicht den ruhigen Fluss sondern bricht ihn meisterlich vertikal und horizontal, was intentional gelenkte Unruhe und Bewegung bewirkt. Darum geht es ihm, das ergibt neue Bildideen. Er hat ein authentisches Linienprogramm erschlossen, das Anspruch auf separate Beachtung erheben darf. Beim erwähnten letzten Bildwerk 2020 «Modular Cadences» ist dies grossartig gelungen. …

Eugen Gomringer

Ausstellung: 24. September – 31.Oktober 2021
Zur Ausstellung erscheint eine neue Publikation «Lines – Grids & Cut-Outs» mit einem Vorwort von Eugen Gomringer
Fotos:
Michael Herden

SUSANNE LYNER

HANS REMOND

2022

RITA ERNST

Sichten Suchen Finden


Rita Ernst lebt an verschiedenen Orten, im Zentrum von Zürich und in Trapani, einer Stadt in Sizilien. An zwei Orten zu leben heisst auch, sich in unterschiedlichen Kulturkreisen aufzuhalten, sich mit verschiedenen Mentalitäten auseinanderzusetzen und ein Mannigfaches an Eindrücken und Empfindungen aufzunehmen. Selbst der gelebte Alltag, das Essen und das Licht eines heissen Nachmittags unterscheiden sich. Immer wieder abzureisen und anzukommen ermöglicht es, die vertraute Umgebung in neuen und ungewohnten Perspektiven zu entdecken.

Simon Baur

Ausstellung: 18. Februar – 3. April 2022
Führung: 25. März 17h, Rundgang mit Sabine Schaschl (Direktorin Museum Haus Konstruktiv, Zürich) und Rita Ernst

Fotos: Michael Herden

BILDHÖRTMUSIK

Eine begleitende Ausstellung während dem offbeat Jazzfestival in Basel

Das Rappaz Museum Basel widmet seine zweite Ausstellung 2022 den seh- und hörbaren Beziehungen von Musik und bildender Kunst.

Francesco Camponovo • Thomas Dettwiler • Rita Ernst • Karl Gerstner • Hans Jörg Glattfelder • Armin Hofmann • Ursula Kern • Elena Lux-Marx • Christian Mengelt • Gret Mengelt • Rolf Rappaz • Christof Schelbert •  Maya Stange • Paul Talman • Niklaus Troxler • Armin Vogt • Gido Wiederkehr

Ausstellung: 8. April –  5. Juni 2022

Live-Performance mit Niklaus Troxler, Tape Art und Song Yi Jeong, Voice
Jazz mit Alex Hendriksen
Live-Performance von Juan Braceras (Geige) und Miguel Angel Viñuela (Cello) zu den Bilder von Francesco Camponovo «Listen to the Paintings!»
Fotos: Michael Herden

PETER OLPE

Der schweifende Blick

 

ARTconcret 2022

Konstruktive Statements von 10 Künstlerinnen und Künstlern

Francesco Camponovo

KLAUS J. SCHOEN

Harmonie der Stille

Die Arbeitsmethoden konkreter Kunst sind verständlich und erhellend, rational wie emotional erfahrbar. Das künstlerische Resultat ist die Summe logischer Schritte, vorgegeben durch die Arbeitsmethode. Dem entgegen steht die Notwendigkeit, ein individuell geprägtes künstlerisches Medium zu schaffen. Darin liegt die besondere Schwierigkeit konkreter Kunst.

Klaus J. Schoen, 1992

Ausstellung: 15. Oktober – 27. November 2022
Artist Talk mit Hans Jörg Glattfelder und Daniel Roy
Fotos: Michael Herden

CHRISTIAN MENGELT

30 Jahre Form und Farbe

Der Weg meiner Bildgestaltung schliesst heute an den Ausgangspunkt meiner 60er-Jahre, der Begegnung mit dem Abstrakten Expressionismus einerseits und der Konkreten Kunst anderseits. Der vermeintliche Gegensatz von Abstrakt und Konkret in der Kunst verstehe ich kreativ als sich wechselseitig ergänzende, belebende Phänomene der bildnerischen Gestaltung: Von der Abstraktion und Reduktion der Form und Farbe zu einer spannungsvollen, ausgewogenen Bildkomposition.

2023

ELENA LUX-MARX

Sehgrenzen

Marguerite Unsere visuelle Welt ist voll von Dingen. Ob winzig wie eine Stecknadel oder ein riesiger Berg: Die Farben nehmen wir in der Regel nur als Objektfarbe wahr. Wie ungewöhnlich sie sind, fällt uns selten auf. Bei Elena Lux-Marx ist das ganz anders. Ihre ganze Leidenschaft gilt ausschliesslich den Farben und deren virtuosen Verwandlungs-fähigkeiten und Stimmungen. In ihren Bildern spürt sie den faszinierenden Geheimnissen der Farbe nach. Durch verschiedene Methoden erreicht sie Farbklänge, bei denen Farbe sogar ihren Charakter zu wechseln scheint. So sind die neuesten Bilder von Elena Lux-Marx ein Abenteuer für alle, die ihre eigenen Sehgrenzen herausfinden – oder sich wieder einmal wundern wollen.

Ausstellung: 17. Februar 2023 – 2. April 2023
Einführung: Regina Lange, Kunsthistorikerin
Fotos: Michael Herden

CHRISTIAN MENGELT

Zeichen der visuellen Kommunikation


Ein Zeichen ist im weitesten Sinne etwas, das auf etwas anderes hin-deutet, etwas bezeichnet. Mit und über Zeichen verständigen wir uns, verstehen wir uns mittels Sprache und Schrift, durch Hören, Sehen, Empfinden und Fühlen, mit allen unseren Sinnen.

Die Verständigung über Zeichen gehört zu den Anfängen unseres Seins, sowohl historisch in der Evolution der Menschheit als auch in unserem individuellen Leben und gesellschaftlichen Alltag.

Die unermessliche Vielzahl von Zeichen, mit denen wir uns tagtäglich verständigen, ist ein Phänomen, das wir hier nur punktuell an Beispielen der visuellen Wahrnehmung aufzeigen können.

Ausstellung: 5. April – 26. Mai 2023
Fotos: Michael Herden

ARTconcret 2023

Konstruktive Statements von 9 Künstlerinnen und Künstlern

 

Suzanne Daetwyler
John Grüniger
Haász István
René Isler
Gret Mengelt
Reinhart Morscher
Rolf Rappaz
Klaus J. Schoen
Helen Von Burg

Ausstellung: 2. Juni – 27. August 2023
Fotos:

BURKHARD MANGOLD

Die Angewandte Kunst

In Kooperation mit dem Verein Burkhard Mangold Basel und dem kHaus, Kopfbau Kaserne.

www.burkhardmangold.ch

Ausstellung: 1. September – 17. September 2023
Fotos: Michael Herden

ARMIN VOGT

Plakate © Armin Vogt

Die zweitletzte Ausstellung des Rappaz Museums Basel, das Ende Dezember 2023 geschlossen wird, widmet sich der Grafik und den Plakaten des Kurators Armin Vogt. In Basel kennt jede/r das Logo der Basler Verkehrsbetriebe (BVB), international das Logo der Automarke FIAT. Doch wer weiss, dass die beiden Marken vom selben Gestalter stammen? Dahinter verbirgt sich der Gestalter, Galerist, Verleger und Kurator Armin Vogt (*1938). Die zweitletzte Ausstellung des Rappaz Museums ist seinen eigenen Plakaten gewidmet. Seien es die Plakate für das «Jazz-by-off-Beat»-Festival, für Piatti-Küchen, für die Diavolezza-Bahn AG, die Eröffnung des Basler Museum für Gegenwartskunst oder für die Pariser «Galeries Lafayette», sie alle tragen die Handschrift Armin Vogts. Dabei muss nicht nur die zu kommunizierende Message auf dem Plakat klar und eindeutig sichtbar werden, Armin Vogts Plakate zeichnen sich auch durch einen gestalterischen Humor aus, so als würde sich das Kind in ihm über einen neuen Streich freuen.

So ist beispielsweise die Gondel der Lagalb-Diavolezza-Bahn von weissen Wolken vor stahlblauem Himmel umgeben, doch die Wolken breiten sich auch über das Gehäuse der Gondel aus und suggerieren ein durch die Wolken schwebendes Gefährt. Für den Fiat «Typ 128 – Traction avant» hat er 1969 ein Plakat entworfen, das neun Abbildungen des genannten Typs zeigt, wobei die Buchstaben der Ankündigung in insgesamt sechs Farben eingefärbt wurden und so in einem starken Kontrast zu den schwarzen Automobilen stehen und auf dem Plakat für das Museum für Gegenwartskunst sieht man zwei Personen, Armin Vogt und der Architekt Wilfried Steib, wie sie Robert Delaunays «La Tour Eiffel», entstanden 1910/11 durch das Obergeschoss der verglasten Passerelle zwischen den beiden Gebäuden transportieren.

Entstanden sind ein repräsentativer Überblick und eine kleine Retrospektive über ein halbes Jahrhundert Schweizer Grafik, die nicht nur Armin Vogts Auftraggeber, sondern auch seine persönlichen Ideen, Vorlieben und seine einzigartige Kreativität illustrieren.

Ausstellung: 23. September -15. Oktober 2023.
Fotos:

ROLF RAPPAZ

WILLI EIDENBENZ

HANS AESCHBACH

Wechselseitiges Zusammenspiel graphisches und künstlerisches Schaffen

Die Abschlussausstellung des bald schließenden Rappaz Museums Basel ehrt drei Schweizer Grafiker und Künstler: Rolf Rappaz, Willi Eidenbenz und Hans Aeschbach. Rappaz war bekannt für seine Grafik und konstruktive Kunst. Eidenbenz experimentierte in Fotografie und Malerei, während Aeschbach vor allem in der Plakatgestaltung und Glasmalerei tätig war. Die Ausstellung bietet einen umfassenden Einblick in ihre Werke und ist von Peter Vetter, Yujin Kim und Armin Vogt kuratiert.

Unterstützt durch: Ernst Göhner Stiftung, Hans und Renée Müller-Meylan Stiftung, Sulger Stiftung, Swisslos

Ausstellung: 21. Oktober – 17. Dezember 2023
Fotos: